Projekt "logout – Präventive Interventionen bei exzessiver Mediennutzung"

Unterstützung beim Thema exzessive PC-und Internetnutzung, insbesondere bei der Nutzung von Online-Rollenspielen wie z.B. World of Warcraft.

logout – Präventive Interventionen bei exzessiver Mediennutzung
logout erweitert mit seinen vielfältigen präventiven Interventionen seit 2010 das Angebotsspektrum der Beratungsstelle neon – Prävention und Suchthilfe Rosenheim. Mehr als 10% der Hilfesuchenden benötigen Unterstützung beim Thema exzessive PC-und Internetnutzung, insbesondere bei der Nutzung von Online-Rollenspielen wie z.B. World of Warcraft.
logout wurde am 6. Dezember 2011 von der Landeszentrale für Gesundheit mit dem Bayerischen Preis für Gesundheitsförderung und Prävention ausgezeichnet. Seit April 2012 wird das Projekt von der Sparkassenstiftung Zukunft unterstützt.

Interventionen:
Universelle Prävention
connect: offline gehen – verbunden sein

Schwerpunkt dieses niederschwelligen und universalpräventiv ausgelegten Projektes ist der spielerische Erwerb von Medienkompetenz und die frühzeitige Prophylaxe vor dysfunktionalen Nutzungsmustern. Durch Stärkung der Sozial- und Lebenskompetenzen, sowie dem Erleben von Naturverbundenheit, wird der medialen Überflutung entgegen gewirkt.

Im Namen connect spiegelt sich auch das zentrale Interventionsparadigma wieder: Übernachten und Leben möglichst naturnah, auf einer Alm in der heimischen Bergwelt, um-geben von einem ursprünglichem Bergwald, der die ideale Umgebung für das „Zur-Ruhe-Kommen“ von den Eindrücken der medialen Umwelt und das „Verbunden-Sein“ mit der Natur bietet. Ohne Handy und MP3-Player können sich die Teilnehmer durch verschiedene wildnis- und erlebnispädagogische Methoden weiterentwickeln, soziale Kompetenzen erlernen, kommen in Kontakt mit der eigenen Persönlichkeit und erweitern pädagogisch begleitet ihre PC-/Internetspezifischen Kompetenzen.

logout@school:
In interaktiven Ganztagesworkshops werden die Teilnehmer für die Gefahren einer übermäßigen Nutzung sensibilisiert und bekommen die Gelegenheit das eigene Nutzungsverhalten zu reflektieren. Dies geschieht beispielsweise über einen Selbsttest zum Thema „exzessives Computerspielverhalten“. Lehrkräfte werden darüber hinaus geschult mit auffälligen Schülern ins Gespräch zu kommen und die Thematik immer wieder im Unterricht zum Gespräch zu machen.

Frühintervention: logout 2.0
Kernelement von logout stellt das Gruppenangebot logout 2.0 dar. Es handelt sich dabei um eine mehrtägige Kurzzeitintervention für bis zu zehn Jugendliche und junge Erwachsene mit exzessivem oder dysfunktionalem PC-/Internetgebrauch.

Der Kurs besteht aus vier Kernbausteinen:

Baustein Familie:
Unverzichtbar für eine sinnvolle Intervention ist das Einbeziehen der Erziehungsberechtigten. Oft sind pädagogische und strukturelle Faktoren in der Familie wie z.B. mangelnde Konsequenzen hinsichtlich Regelverletzungen oder ständige Verfügbarkeit des Computers mit verantwortlich und tragen zur Aufrechterhaltung des exzessiven bzw. dysfunktionalen Nutzungsverhalten bei.
Baustein Körperwahrnehmung und Soziale Kompetenz:
Im Kurs logout 2.0 bekommen die Teilnehmer die Aufgabe als „Gilde“ ein gemeinsames Abenteuer zu bestreiten. Für die verschiedenen Aufgaben sind Absprache, Kommunikation, Körpergefühl und Balance zentrale Elemente für den Erfolg. Im Kletterzentrum vor Ort muss die zufällig zusammengewürfelte „Gilde“ eine Phantasiereise mit vielen herausfordernden Etappen meistern.
Baustein Alternativen:
Um dem Bedürfnis nach Abenteuer und der Faszination am Fantasy- bzw. Science-Fiction-Genre gerecht zu werden, bietet der Kurs den Teilnehmern eine Alternative, welche die Interessen ihrer Lebenswelt aufgreift. In gemütlicher Runde werden große Spielflächen aufgebaut und mit kleinen Hügeln, Bäumen und Gebäuden bestückt. Diese Spielflächen dienen als Schauplatz für die komplexen Table-Top-Games.
Baustein Selbstreflexion:
Die Teilnehmer sollen ihr Nutzungsverhalten realistisch einschätzen, dahinterliegende Funktionen und Bedürfnisse reflektieren und Strategien für den zukünftigen Medienkonsum festlegen.

Indizierte Prävention: logout 3.0
Für Einzelpersonen, die ihren Medienkonsum reduzieren wollen, es aber allein durch eigene Anstrengungen nicht mehr schaffen, da sie der Sogwirkung nicht widerstehen können, bietet logout 3.0 eine individuelle und intensive Begleitung an. Die wöchentlich stattfindenden Sitzungen sind zieloffen und das Programm setzt eine gewisse Fähigkeit zur Selbstkontrolle voraus. Als Kontrollwerkzeug dient ein „Konsumtagebuch“, mit dem der Teilnehmer die gesetzten Ziele überprüfen kann.

Weitere Angebote

Fortbildung für pädagogische Fachkräfte und Eltern: logout Multi

In einer zweitägigen Fortbildung werden Eltern, Fach- und Lehrkräfte zu den Themen Internet, Bildschirmspiele und neue Medien geschult, besonders im Hinblick auf den wirksamen Umgang mit jungen Nutzern. Zentral ist dabei das Erlernen der Motivierenden Gesprächsführung nach Miller & Rollnick, um mit verhaltensauffälligen, aber scheinbar unmotivierten Kindern und Jugendlichen in ein produktives Gespräch zu kommen.

Elternkurs: Pubertät und virtuelle Welten
Um speziell Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken und  ihnen zu helfen eine gesundheitsfördernde Struktur in der eigenen Familie zu schaffen, bietet neon einen Kurs für Eltern an, die Unterstützung bei Problemen im Zusammenhang mit Bildschirmspielen und Internetnutzung haben. Der Kurs eignet sich natürlich auch im Vorfeld des Auftretens konkreter Auffälligkeiten im Zusammenhang mit PC/Internet.

Elternkreis für Angehörige
Der monatlich stattfindende Elternkreis soll als Selbsthilfe-Plattform für betroffene Eltern dienen. Die Räume für den Elternkreis werden von neon zur Verfügung gestellt. Ganz nach dem Motto Eltern helfen Eltern soll die Leitung des Elternkreises von ein bis zwei Eltern übernommen werden. Je nach Bedarf können die Sitzungen von einer Fachkraft begleitet und unterstützt werden.

Weitere Informationen:
neon – Prävention und Suchthilfe Rosenheim
Ansprechpartner: Benjamin Grünbichler
Ruedorfferstraße 9
83022 Rosenheim
Tel. 08031-30 42 300
www.logout-projekt.de
info@logout-projekt.de

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