Pressemitteilung 17. Legislaturperiode

Dyckmans fordert Verstärkung der Präventionsanstrengungen

Zahl der Krankenhausbehandlungen durch Alkoholvergiftungen von Kindern rückläufig, weiterhin leichter Anstieg bei Jugendlichen

Zu den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten aktuellen Zahlen der Krankenhauseinweisungen von Kindern und Jugendlichen sowie der jungen Erwachsenen erklärt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans: „Der Rückgang der Krankenhauseinlieferungen wegen einer Alkoholvergiftung um 5,5% bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 15 Jahren ist eine gute Nachricht. Jedoch ist die Zahl bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 15 bis 20 Jahren - bezogen auf 100.000 Personen dieser Altersgruppe - weiter um 2,9% leicht angestiegen.

Die Anzahl der eingelieferten Kinder und Jugendlichen ist mit 25.995 leider insgesamt immer noch viel zu hoch. Der Trend zum Rauschtrinken bei einem Teil der jungen Menschen besteht weiterhin und muss durch stärkere Präventionsanstrengungen, eine größere Beachtung des Themas in der Öffentlichkeit und die konsequente Einhaltung des Jugendschutzes umgekehrt werden."

Die Krankenhausdiagnosestatistik zeigt außerdem: Psychische und verhaltensbedingte Störungen durch Alkohol liegen insgesamt auf Platz 2 der Statistik.

Dazu erklärt die Drogenbeauftragte: "Wir haben ein gesellschaftliches Problem mit dem riskanten und missbräuchlichen Alkoholkonsum. Das heißt, wir brauchen mehr Aufklärung über die Risiken des Alkoholmissbrauchs, verstärkte Präventionsanstrengungen und frühzeitige Behandlung, um hier eine Trendwende zu erreichen."

Hintergrund:
Im Jahr 2010 wurden insgesamt 25.995 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 10 und 20 Jahren wegen einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert; 2009 waren es 26.428 Personen. Damit ist die absolute Zahl der Krankenhauseinweisungen bei Kindern und Jugendlichen zwar leicht zurückgegangen. Bezogen auf 100.000 Personen dieser Altersgruppe ist dies jedoch eine Steigerung um 0,3% im Vergleich zu 2009. Die Zahl der 10- bis 15-jährigen Kinder und Jugendlichen ist mit 5,5% rückläufig (von 108,7 auf 102,8 pro 100.000 Personen), die Zahl der 15- bis 20-jährigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit 2,9% weiter angestiegen (von 499 auf 513,3). Am deutlichsten ging die Zahl der betrunkenen Jungen zwischen 10 und 15 Jahren um 7,3% zurück (von 102,6 auf 95,1).

Detaillierte Zahlen finden Sie auf der Homepage: www.drogenbeauftragte.de

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